Katzenflöhe – Flohbefall bei Hauskatzen

 

Katzenflöhe – Befall, Vermehrung und Gesundheitsgefahr

 

Der Katzenfloh, ein flügelloses Insekt und ein Parasit, der unsere Hauskatzen befallen kann und auch eine Gesundheitsgefahr für den Menschen ist. Für eine wirkungsvolle Bekämpfung der Katzenflöhe sollte man sich die Lebensweise, die Vermehrung und die Stadien des Befalls genauer ansehen. Katzenflöhe können auch für Menschen gefährlich werden, denn hat erst einmal der eigene Stubentiger Flöhe dann springen sie gerne auch auf Menschen über. Juckreiz ist die geringste Folge, allergische Reaktionen möglich, selbst die Übertragung von Bakterien wie Streptokokken oder Staphylokokken sind bei uns hier möglich.

 

Flohbefall der Hauskatze

 

Da Katzenflöhe ein recht weites Wirtespektrum aufweisen gehört er zu den am meisten vorhandenen Floharten. Auch wenn man aufgrund des Namens dieser Flohart denken könnte, dass er nur Katzen befällt, häufig werden auch Hunde und andere Heimtiere im städtischen Bereich von diesen Flöhen heimgesucht. Der Hundefloh wird hat sich auf Hunde im ländlichen Raum spezialisiert.

Flohbefall hat nichts mit mangelnder Hygiene durch den Tierhalter zu tun! Man kann davon ausgehen, dass gut ein Fünftel unserer Vierbeiner betroffen sind. Gerade der Spätsommer ist ein idealer Zeitpunkt!

So ein kleiner Floh ( Männchen sind ca. 1mm lang, Weibchen werden auch mal 2-3 mm ) ernähren sich vom Blut ihres Wirtes, in unserem Fall von der Hauskatze. Pro Tag kann so ein Parasit bis zu 13 µl Blut aufnehmen, der krümelige Kot ist schwarz gefärbt. Wenn man diese Kotreste auf einem Toilettenpapier befeuchtet, dann färbt er rotbräunlich aus. Ein gutes Testkriterium!

Insbesondere bei noch sehr geringem Flohbefall und wenn man keine erwachsenen Katzenflöhe direkt erkannt hat lässt sich mit dem Auskammen unter Zuhilfenahme eines Flohkammes diese Nachweismethode sicher und schnell selbst nachvollziehen. Ein Flohkamm sollte immer griffbereit sein!

zwei junge katzen spielen

zwei spielende junge Katzen

 

Katzenfloh – die Vermehrung

 

Flöhe können sich unglaublich schnell vermehren. So ein weiblicher Blutsauger kann es pro Monat auf 800 und mehr Machkommen bringen. Die Floheier werden direkt in das Fell der Katze abgelegt. Nun besteht die Gefahr, dass ein nicht zu geringer Anteil der Eier an allen möglichen Orten, an denen sich die Katze aufhält, hinterlassen werden. Floheier auf dem Katzenbett, Floheier auf dem Sofa und Floheier im Bett, und schon ist es passiert! Diese 0,5 mm großen Eier entwickeln sich in 4-5 Tagen zur Larve.

Über das Larvenstadium und das Puppenstadium entwickelt sich wieder die nächste Generation an blutsaugenden adulten Katzenflöhen, und das bei idealen Bedingungen in 3 Wochen. Allerdings kann der künftige Katzenfloh auch im Larvenstadium bis zu einem halben Jahr überdauern. Im Puppenstadium ist der Floh ziemlich widerstandsfähig gegen Trockenheit, gegen Licht und leider auch gegen Insektizideinsatz.

Die Flohlarven ernähren sich vom Flohkot, sprich den unverdauten Blutresten des besaugten Opfers. Die Flohlarven sind etwas lichtempfindlich, daher suchen sie dunkle Regionen auf, jede kleine Ritze ist ideal. Dies ist wichtig zu wissen für die Flohbekämpfung!

Sind die Bedingungen für das Puppenstadium ideal, dann reicht hier eine Entwicklungszeit von 4 Wochen. Bei kühleren Temperaturen wie schon gesagt bis zu einem halben Jahr. In einer beheizten Wohnung sind die Entwicklungsbedingungen für die Entstehung eines adulten Katzenflohes ganzjährig ideal.

Der Schlupfreiz Puppe zu Floh kann Wärme, Vibrationen aber auch CO2 sein. Gleich nach dem Schlüpfen springt der neue Katzenfloh auf einen neuen Wirt.

 

Flohbefall – was passiert?

 

Der Floh sticht mit seinen Werkzeugen zu und saugt Blut. Der Stich zeigt sich mit einer punktförmigen Rötung und einem hellen Umgebung. Auch eine leichte Verdickung ist möglich. Bei stärkerem Befall kann sich eine Hautdermatitis entwickeln. Aber auch schon bei geringerem Flohbefall und einer allergischen Reaktion (Flohallergie) kommt es zu großflächigeren und stärkeren Hautreaktionen. Hautreiz und starker Juckreiz sind die Folge. So ein gemeiner Katzenfloh sticht gerne mehrmals zu, dies zeigt sich an der sogenannten Flohstrasse, ein Stich nach dem anderen.

Da sich der betroffene Wirt notwendigerweise gerne kratzt, können so Schmutz und Bakterien in die Wunde kommen bis hin zur Eiterbildung.

So ein saugender Floh kann auch noch weitere Parasiten mitbringen. Viren, Bakterien und den Gurkenkernbandwurm. So kommt bei Flohbefall auch leicht ein Bandwurmbefall mit sich. Im Dünndarm von Katze wie auch Hund kann sich der Gurkenkernbandwurm in 3 Wochen zum erwachsenen Bandwurm entwickeln. Man nennt ihn daher auch Flohbandwurm. Unglaubliche 10 bis 70 cm Länge sind möglich!

 

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